Grie Soß

(Frankfurter Grüne Sauce)

 

Was die klassische "Grie Soß" betrifft, verstehen ja die Hessen und insbesondere die Frankfurter keinen Spaß! Da darf nur rein, was eben rein gehört! Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinell, Sauerampfer und Schnittlauch! Das jedenfalls ist die klassische 7-Kräuter-Mischung und alles andere ist für einen Hessen alles, nur eben keine Frankfurter Grie Soß.

 

Die Kräutermischungen bekommt man glücklicherweise meist fertig zusammengestellt beim Gemüsehändler so dass man die einzelnen Komponenten nicht einzeln verlesen muss.

Das hat aber zumindest hierzulande den Nachteil, dass man eventuell ganz andere Kräutermischungen bekommt. So auch bei mir. Meine Mischung vom Händler bestand aus Kerbel, Schnittlauch, Pimpinelle, Dill (...der geht eigentlich gar nicht in der originalen grünen Sauce), Sauerampfer, Estragon (nein, auch der gehört nicht ins Original) und Petersilie.

Da ich aber kein Hesse bin und Variationen sowieso auch immer sehr spannend finde, habe ich mich nicht weiter daran gestört und aus diesem Strauß von frischen Kräutern eine nicht ganz korrekte Grie Soß gemacht. Ich hoffe die Hessen unter Euch verzeihen mir das! ;-)

Mir hat die grüne Sauce jedenfalls sehr gut geschmeckt. So richtig schön frisch und frühlingshaft!

 

Ganz klassisch gibt es die Grüne Sauce bei uns auch so um Ostern herum, wenn man von der Eiersuche entsprechend viele hartgekochte Eier übrig hat. Diese kann man dann je nach eigenen Vorlieben klein schnibbeln und direkt mit in die Sauce rühren oder man isst sie separat zur grünen Sauce dazu. Als Beilage noch ein paar Salzkartoffeln und uns Ostermontagsessen ist perfekt!

 

Grie Soß Grüne Sauce Frankfurter Grüne Soße

 

Zutaten

 

200 g frische Kräuter für grüne Sauce

(Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer, Schnittlauch)

200 g Sauerrahm

400 g Joghurt

100 ml Sahne

1 TL Estragonsenf (oder mittelscharfer Senf)

1 TL Zucker

Salz

 

Hartgekochte Eier

Salzkartoffeln

 

Grie Soß Grüne Soße Frankfurter grüne Sauce

 

Zubereitung

 

Die Kräuter waschen und ordentlich trocken schütteln. Anschließend fein hacken oder zusammen mit dem Joghurt in einer Küchenmaschine möglichst fein zerkleinern.

 

Grie Soß Frankfurter Grüne Sauce Soße

 

Joghurt, Sauerrahm und gehackte Kräuter vermischen und dann mit Senf, Zucker und Salz abschmecken.

Ich lasse die fertige Sauce dann noch eine Nacht im Kühlschrank ziehen.

Dazu essen wir hartgekochte Eier und Salzkartoffeln.

 

Grie Soß Grüne Sauce Frankfurter Grüne Soße

 

 

 

 

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Kommentare (4)

@Julia
Gutes Essen verbindet eben! Ganz egal, wie man "Nationalgerichte" interpretiert...schön ist doch zu sehen, dass die Küche aus der eigenen Heimat auch andere begeistern kann!

Das mit dem Ei direkt in der Sauce kann ich mir sehr gut vorstellen! Werde ich beim nächsten Mal ausprobieren :-)
#4 - Melanie - 08.04.2015 - 20:12
Das Schöne an uns Frankfurtern ist ja, dass wir super tolerant sind. Wir missionieren nicht, sondern freuen uns, wenn der Rest der Republik unser Grie Soß für sich entdeckt. Ich mache sie ein klein bisschen anders: Pro Person 1 Ei schon gleich mit in die Grüne Soße geben u. mitpürieren. Dann ist sie deutlich sämiger, was ich so von klein auf kenne & mag. Wird auch in vielen Ebbelwoi-Kneipen so gemacht. Aber da lass ich jeden selber finden, was ihm/ihr passt. Die halben hartgekochten Eier gibts natürlich trotzdem dazu. Und köstlich als Beilage sind auch Bratkartoffeln. Probier\'s doch mal aus? Und: Schön, dass Dir unser Sößchen so schmeckt! Wenn das dem Goethe sei Mudder wüsst, die tät\'s freue!
#3 - Julia - 08.04.2015 - 17:55
@waswegmuss

KillDill :D :D :D Sehr gut!

Bei meiner Mischung war auch Estragon statt Kerbel dabei. Da ich Estragon generell sehr gerne mag, war mir das ganz recht. Wobei ich mir Kerbel natürlich auch gut vorstellen kann. Ich denke, ich werde mal versuchen die Kräuter einzeln zu besorgen und dann eine wirklich originalgetreue Grie Soß daraus machen!

Hehe...verrate nichts ;-)
#2 - Melanie - 07.04.2015 - 21:27
Kill Dill
heißt es in Frankfurt wenn dieses Kraut in die grüne Soße kommen soll. In Nordhessen ist Dill* durchaus üblich.
Und weil die Grie Soß über das Jahr die Kräutermengen ändert ersetze ich meist im Sommer den Kerbel durch französischen Estragon.
Ansonsten großes Lob für das wunderbar unverfälschte Rezept.

Wobei die Sachsenhäuser Apfelweinkneipen schon Dill - und zwar wenn um Ostern Hochsaison ist strecken sie mit sauren Gurken und Gurkenbrühe - aber nicht weitersagen ;-)
#1 - waswegmuss - 07.04.2015 - 20:34