Backmalz

 

Eigentlich backe ich gerne Brot. Ich liebe vor allem den Duft von frischem Brot der sich dann durch die ganze Wohnung zieht.

Aber richtig gutes Brot braucht viel Zeit, Planung und auch Muße. Die habe ich leider nicht immer. Und Ihr wisst ja...mit der Planung meines Essens habe ich es nicht so ;-)

Zum Glück gibt es bei uns ein paar gute Bäcker - wie zum Beispiel die Hofpfisterei - bei denen man gutes Brot kaufen kann.

 

Aber manchmal packt es mich dann doch und ich muss dann unbedingt wieder selber backen. Es gibt einige Rezepte in denen von Backmalz oder nur Malz die Rede ist. Lang hatte ich keine Ahnung was das ist und wo man es bekommt.

Also habe ich mich mal schlau gemacht und festgestellt, dass man Backmalz ganz einfach selber machen kann.

Na das lasse ich mir nicht zwei Mal sagen! Gleich mal ab zum Reformhaus, Weizenkeime geholt (man kann auch andere Keime wie z.B. Gerste oder Dinkel nehmen) und losgelegt!

Das Einzige, das Ihr außer den Keimen noch braucht ist Zeit. Da man das fertige Malz aber sehr gut und lange aufbewahren kann, lohnt sich das in jedem Fall.

 

Und wozu braucht man nun das Backmalz? Zum Brotbacken! Haha! Wärt Ihr nicht drauf gekommen, gell? ;-)

Aber im Ernst: Backmalz unterstützt zum einen die Triebkraft im Teig und sorgt somit auch für eine schöne Beschaffenheit der Krume. Viele sind auch überzeugt, dass mit Backmalz gebackenes Brot zudem besser schmeckt.

 

Backmalz Weizen

 

Zutaten

 

200 g Weizenkeime

Wasser

 

Equipment

 

Schüssel

Küchensieb

Suppenteller Küchenpapier

 

Zubereitung

 

Um Backmalz zu gewinnen, muss man die Keime erstmal dazu bringen, zu keimen.

Das geht aber ganz einfach. 200g trockene Weizenkeime in ein Küchensieb geben und mit kaltem Wasser abspülen. Dann in eine Schüssel umfüllen und mit ausreichend Wasser bedecken.

24 Stunden stehen lassen.

Dann durch das Küchensieb abgießen und mit frischen Wasser abspülen.
In einen Suppenteller zwei Lagen Küchenpapier legen und das Küchensieb samt der Keime darauf legen. Das Küchenpapier darf und soll dabei ruhig ein bisschen feucht werden.

In einen warmen Raum stellen und dann heißt es warten.

Etwa alle 12 Stunden bzw. zwei Mal am Tag die Keime mit lauwarmen Wasser abbrausen, damit sie nicht austrocknen.

Bei mir waren die ersten kleinen Triebe schon nach einem Tag zu sehen, es kann aber durchaus länger dauern.

 

Backmalz Weizen

 

Zwischendrin die Keime auch mal ein bisschen auflockern.

Wenn dann am Großteil der Keime Sprossen zu sehen sind (sie sollten nicht grün werden), dann ist es Zeit für die Trocknung.

 

backmalz weizen


Dafür verteilt Ihr die Keime auf einem mit Backpapier belegtem Blech, gebt dieses bei 80° in den Ofen und lasst es darin mehrere Stunden, bis die Keime wieder komplett durchgetrocknet sind. Bei mir hat das etwa 4 Stunden gedauert. Die Keime werden dann etwas dunkler, sehr hart und schmecken richtig schön malzig.

 

Die getrockneten Keime abkühlen lassen und dann in ein gut verschließbares Glas umfüllen. So lässt sich das Malz lange aufbewahren.
Für die Verwendung zum Backen müsst Ihr das Malz nur noch in einer Kaffeemühle oder Küchenmaschine fein mahlen.

 

 

 

 

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